Schulen bekommen Gütesiegel
Projekte helfen bei Jobsuche

Damit Jugendliche sich rechtzeitig auf die Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz machen, entwickeln viele Schulen heutzutage vielfältige Hilfsangebote. 22 Schulen in der Region haben dafür gestern in der Hauptverwaltung der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) das Gütesiegel „Berufswahl- und Ausbildungsfreundliche Schule“ bekommen. Die Integrierte Gesamtschule Vahrenheide und die Südstädter Peter-Petersen-Schule erhielten für ihre besonderen Leistungen zusätzlich den Förderpreis der Handwerkskammer über 5000 Euro.
Die IGS Vahrenheide bietet ihren Zehntklässlern zum Beispiel das „Chefprojekt“ an: Personalchefs aus Betrieben wie Telekom, Conti oder Üstra üben mit den Schülern Bewerbungsgespräche. „Wenn einer von ihnen sagt, er achtet auf geputzte Schuhe, merken die Schüler sich das“, sagt Lehrerin Christine Pape. In ihren Technikkursen arbeiten die Schüler mit Azubis und Ausbildern von Wabco und Conti in den Lehrwerkstätten der Betriebe. Die Peter-Petersen-Schule veranstaltet zum Beispiel eine „Woche des Handwerks“, in der die Haupt- und Realschüler Fliesen legen, Holz und Metall bearbeiten oder kochen. Die Jury hob hervor, dass die relativ kleine Schule durch die Zusammenarbeit mit der Heinrich-Heine-Schule zahlreiche Projekte zur Berufsorientierung anbieten kann.
Das Gütesiegel wird seit 2002 alle zwei Jahre vom Regionalnetzwerk Hannover verliehen, in dem Betriebe, Verbände und Verwaltung kooperieren. Beworben hatten sich dieses Mal 38 Schulen, fünf davon zum ersten Mal. Manche Schule hat das Gütesiegel wiederholt bekommen. „Wir wollen damit helfen, Warteschleifen und Sackgassen nach der Schulzeit zu vermeiden“, sagt Hubertus Schmoldt, Vorsitzender der IG BCE und des Regionalnetzwerks. bil


Hannoversche Allgemeine Zeitung, 2. März 2006, S. 17


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