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HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG NR. 49 - MITTWOCH, 27. Februar 2008
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Schauspiel auf Achsen
von daniel behrendt
Fast könnte man glauben, eine alternative Kommune habe vor dem Ballhof eine knallgelbe Wagenburg errichtet. Doch weit gefehlt: Die fünf Containerwagen sind die Schauplätze des Theaterprojektes ,,Tacheles" vom Jungen Schauspiel Hannover. Drei Monate lang standen die Wagen vor Schulen und Jugendzentren in den Stadtteilen Stöcken, Kronsberg, Sahlkamp, Badenstedt sowie in Barsinghausen, gestern präsentierten die rund 30 Teilnehmer im Alter zwischen 14 und 18 Jahren vor dem Ballhof die Zwischenergebnisse des Projekts.
Mit seinen mobilen Außenstellen will das Junge Schauspiel Jugendliche aus bildungsfernen Schichten dazu animieren, ihre Gedanken zu Themen wie Schule, Eltem, Freundschaft und Konsum künstlerisch auszudrücken. Ziel ist eine Theaterproduktion, die am 10. April im Jungen Schauspiel zu sehen sein soll.
Dzesika (14), Martina (13), Charlotte (16) und Alissa (14) haben zum Thema Kommunikationsarmut in Zeiten Mobiltelefonen, Internet und permanenter Musik- und Fernsehberieselung eine Performance erarbeitet: Sie sitzen vor imaginären Computermonitoren und reden über Rassismus und Religion, über Gewalt und Alkohol. Mit diesem simulierten Internetchat thematisieren die Mädchen ihre liebste Freizeitaktivität: ,,Vermutlich chatten wir deshalb so viel, weil es im Netz leichter ist, über Gefühle und Probleme zu sprechen", sagt Charlotte und ergänzt: ,,Reale Beziehungen kann das Internet aber nicht ersetzen - auch das wollen wir zeigen."
So inspiriert und reibungslos wie bei den vieren lief die Arbeit jedoch nicht in allen Wagen: ,,Tacheles"-Mitarbeiter Thorsten Bihegue (33) etwa suchte für seinen Wagen in Schützen-Sportvereinen nach männlichen Teilnehmern - mit geringem Erfolg: „Offenbar finden halbstarke Jungs alles, was mit Kunst zu tun hat, ziemlich suspekt." Ganz unrecht hat Bihegue nicht: In allen Wagen waren bislang fast ausschließlich Mädchen aktiv.
Mit seinen mobilen Außenstellen will das Junge Schauspiel Jugendliche aus bildungsfernen Schichten dazu animieren, ihre Gedanken zu Themen wie Schule, Eltem, Freundschaft und Konsum künstlerisch auszudrücken. Ziel ist eine Theaterproduktion, die am 10. April im Jungen Schauspiel zu sehen sein soll.
Dzesika (14), Martina (13), Charlotte (16) und Alissa (14) haben zum Thema Kommunikationsarmut in Zeiten Mobiltelefonen, Internet und permanenter Musik- und Fernsehberieselung eine Performance erarbeitet: Sie sitzen vor imaginären Computermonitoren und reden über Rassismus und Religion, über Gewalt und Alkohol. Mit diesem simulierten Internetchat thematisieren die Mädchen ihre liebste Freizeitaktivität: ,,Vermutlich chatten wir deshalb so viel, weil es im Netz leichter ist, über Gefühle und Probleme zu sprechen", sagt Charlotte und ergänzt: ,,Reale Beziehungen kann das Internet aber nicht ersetzen - auch das wollen wir zeigen."
So inspiriert und reibungslos wie bei den vieren lief die Arbeit jedoch nicht in allen Wagen: ,,Tacheles"-Mitarbeiter Thorsten Bihegue (33) etwa suchte für seinen Wagen in Schützen-Sportvereinen nach männlichen Teilnehmern - mit geringem Erfolg: „Offenbar finden halbstarke Jungs alles, was mit Kunst zu tun hat, ziemlich suspekt." Ganz unrecht hat Bihegue nicht: In allen Wagen waren bislang fast ausschließlich Mädchen aktiv.